Gedruckte Kataloge sind für Sie kiloschwere, teuer gedruckte und verschickte Quelle-Schwarten von anno dazumal, mit denen heute kein Kunde mehr hinterm Ofen hervorzulocken ist? Weit gefehlt: Eine aktuelle Studie von Splendid Research im Auftrag des Dialogmarketing-Magazins OnetoOne hat kürzlich belegt, dass der gute, alte Katalog noch lange nicht ausgedient hat.


Im Gegenteil: Jeder zweite Deutsche blättert der Studie zufolge einen ihm zugesendeten Print-Katalog durch, selbst wenn er ihn gar nicht angefordert hat – allerdings nur, wenn ihn das Thema und die vorgestellten Produkte auch interessieren. Und jeder zweite Katalogleser besucht die Website oder den Onlineshop nach eigener Aussage "häufig", immerhin jeder zehnte geht „immer“ in den Shop des Katalogversenders, sobald ein neuer Katalog ankommt. Diese Kanalverknüpfung wirkt sich auch positiv auf die Konversionsrate aus: So sagten 91 Prozent derjenigen, die nach eigener Aussage nach Kataloglektüre "immer" den korrespondierenden Onlineshop besuchen, dass sie dort auch einkaufen. Offline blättern, online kaufen – die Kombination funktioniert auch 2018 noch.






Marketing-Instrument mit Langzeitwirkung

Deshalb setzen viele Online-Händler weiterhin erfolgreich auf Kataloge. Die Bandbreite reicht dabei von dicken Vollsortiment-Katalogen wie sie beispielsweise der Spielzeug-Händler Jako-O zweimal pro Jahr an die Stammkundschaft verschickt, über vierteljährliche Saisonkataloge wie die von Bonprix bis zu 8-seitigen Teaser-Blättchen (beispielsweise vom Erotik-Versender Orion genutzt), die in kurzen Abständen auch unaufgefordert in den Briefkästen landen. Allen Versendern ist bewusst: Das gedruckte Werbemittel kostet durch Druck- und Versandkosten wesentlich mehr Geld als Online-Marketing, punktet aber im Gegensatz zu einer Displayanzeige oder SEA-Anzeigen mit Langzeit-Effekten: Denn ein Drittel der Deutschen bewahren die für sie interessanten Kataloge zwischen ein und drei Monate lang auf, haben die Forscher von Splendid Research herausgefunden. Bei fast jedem zweiten bleiben die Kataloge sogar länger als drei Monate auf dem Schreibtisch, im Allgemeinen bis der Folge-Katalog im Briefkasten landet – quasi als dauerhaft geschaltete Anzeige im Haushalt eines interessierten Kunden. Bei nur knapp 5 Prozent der Befragten landet der Katalog binnen einer Woche im Papierkorb.





Fazit: Kataloge wirken – wenn sie das Interesse des Kunden treffen

Print-Kataloge, deren Inhalt den Nerv des angesprochenen Kunden trifft, sind also extrem wertvolle Offline-Marketing-Touchpoints, deren Wirkungsdauer noch dazu spielend die jedes Online-Werbemittels übertrifft. Allerdings, und das ist entscheidend: Nur, wenn sich die Kunden für die vorgestellten Produkte interessieren. Ein Beispiel: Ein Spielwarenkatalog in einer Familie mit Kindern wird monatelang genutzt; schließlich gibt es immer irgendeinen Geschenk-Anlass oder einen Bedarf, der gedeckt werden muss. Bekommt dagegen ein alleinstehender Mann mit gehobenen Ansprüchen an seine Garderobe einen Katalog mit edlen Damenschuhen zugeschickt, dürfte eine Ablage im Papierkorb vorprogrammiert sein. Deshalb lohnt sich beim Print-Katalog wie bei jedem anderen Werbemittel eine exakte Zielgruppenansprache. Unser Kunde AmbienteDirect ist dafür ein besonders gutes Beispiel: Der Versender von Design-Möbeln hat seinen klassischen Voll-Katalog durch individuell zusammengestellte Paketbeilagen ersetzt, die jedem Kunden nur die Produkte zeigen, die ihn, seiner Surf- und Kaufhistorie nach zu urteilen, besonders interessieren werden. Der Erfolg der Umstellung spricht für sich.

Ach ja: Und wer bei Print-Katalogen vornehmlich an die hohen Versandkosten denkt, dem sei gesagt: Wer wie AmbienteDirect seine Kataloge einfach mit der letzten Bestellung der Kunden mitschickt, spart sogar das Porto – und erhöht damit den Return on Ad Spend des gedruckten Katalogs noch weiter.


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